Eisenbahn-Batterie 713
Die Eisenbahn-Batterie 713 sollte bereits Ende 1939 aufgestellt werden, was aus Geschützmangel jedoch nicht umgesetzt werden konnte. Die Batterie wurde schließlich mit Befehl des BdE vom 8. Mai 1940 zum 15. Mai 1940 mit einer 28-cm Kanone (E) 5 aufgestellt und war zum 15. Juni 1940 einsatzbereit zu machen. Anschließend wurde die Batterie zum Küstenschutz in Nordfrankreich eingesetzt. Im August 1940 wurde der Batterie eine weitere 28-cm Kanone (E) 5 zugewiesen. Im Mai 1941 wurde die Batterie nach Osten in den Raum Biala Podlaska verlegt, um dort bei Beginn des Krieges gegen Rußland eingesetzt zu werden. Bereits einen Tag nach Beginn des Rußlandfeldzuges verlegte die Batterie zurück nach Frankreich in den Raum der 15. Armee. Am 26. Mai 1943 wurden der Batterie zur Verstärkung vier 15,5-cm s.F.H. 414 (f) zugewiesen. Nach dem Beginn der alliierten Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 beschoss die Batterie unter dem Kommando des Eisenbahn-Artillerie-Abteilungs-Stab (mot) z.b.V. 702 von Juni bis einschl. August 1944 Ziele in England. Nach dem erfolgten Ausbruch der Alliierten aus der Normandie versuchte die Abteilung ab dem 3. September 1944, mit den ihr unterstellten Batterien in den Raum Brügge - Gent zu verlegen. Anschließend sollte bei Antwerpen das rechte Schelde-Ufer erreicht werden. Infolge des alliierten Vormarsches war es jedoch nicht möglich, die Schelde mit den Geschützen zu überqueren, so dass alle Geschütze der Batterien (Eisenbahn-Artillerie-Batterie 701 (21-cm-Kanone 12 (E)), 710 (28-cm-Kanone 5 (E)) 713 (28-cm-Kanone 5 (E) am 4. September 1944 bei Sluiskil / Antwerpen gesprengt werden mußten. Die verbliebenen Reste marschierten nach Rügenwealde und wurden dort für die Aufstellung der Heeres-Artillerie-Brigaden (mot) 388 und 766 verwandt.
Literatur und Quellen:
Uwe Kleinert: Organisationsgeschichte der deutschen Heeresartillerie im II. Weltkrieg - Band 3, Eigenverlag 2016