Bader, Robert Hermann

 

* 14. März 1899, Landau an der Isar

† 8. Mai 1945, vermisst

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Robert Bader war der Sohn vom Ministerialdirektor Franz Xaver Bader und dessen Ehefrau Paulime, geborene Leikert. Er besuchte die Volksschule in Landshut und das humanistische Gymnasium in München. Am 19. April 1917 trat er als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er dabei zum Ersatz-Bataillon vom 2. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kronprinz". Er wurde bei der 4. Kompanie eingeteilt und am 30. April 1917 vereidigt. Vom 20. Mai 1917 bis zum 25. Mai 1917 besuchte er einen Granatwerfer-Kurs im Lager Lechefeld. Vom 3. Juli 1917 bis zum 17. September 1917 wurde er mit Gewehr 98 zum 8. Offizieraspiranten-Kurs auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr kommandiert. Direkt im Anschluß wurde er für einen Monat zur 4. Ersatz-MG-Kompanie vom 1. bayerisches Armeekorps kommandiert. Am 15. November 1917 wurde er zum aktiven Regiment an die Front versetzt und dort der 3. Kompanie zugeteilt. Mit dieser nahm er an den Kämpfen an der Westfront teil. Dort wurde er am 7. Januar 1918 zum überzähligen Fahnenjunker-Unteroffizier befördert. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ihm am 10. April 1918 verliehen. Vom 2. Mai 1918 bis zum 9. Mai 1918 besuchte er einen Sturmkurs beim Sturm-Bataillon Nr. 2 in Vonzieres. Es folgte am 28. Mai 1918 seine Beförderung zum Fähnrich. Am 8. Juni 1918 wurde er zum Ersatz-Bataillon seines Regiments versetzt, wo er am 12. Juni 1918 in die 2. Kompanie eingeteilt wurde.. Vom 15. Juni 1918 bis zum 14. September 1918 wurde er zum Fahnenjunkerkurs nach Freising kommandiert. Am 12. August 1918 wurde er bei seinem Regiment zum Leutnant befördert. Nach seiner Rückkehr zum Ersatz-Bataillon wurde er am 14. September 1918 bei der 5. Ersatz-Kompanie eingeteilt. Am 14. September 1918 wurde er bis auf Widerruf nach München beurlaubt.Am 26. September 1918 wurde er für den 29. September 1918 wieder zum aktiven Regiment zurückversetzt. Dort wurde er am 21. Oktober 1918 mit der stellvertretenden Führung der 3. Kompanie beauftragt. Am 6. November 1918 wurde er als Ordonanz-Offizier zum Regimentsstab kommandiert, kehrte aber bereits am 9. November 1918 wieder zur 3. Kompanie zurück. Am 1. Dezember 1918 wurde er als Zugführer bei der 3. Kompanie eingeteilt. Am 17. Dezember 1918 wurde er vom 19. Dezember 1918 bis zum 3. Januar 1919 nach München und Edelstetten beurlaubt. Im Ersten Weltkrieg wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Nach dem Krieg wurde er ab dem 15. Januar 1919 als Bataillonsadjutant des III. Bataillons in seinem Regiment verwendet. Im Frühjahr 1919 wurde er als Leutnant in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er gehörte dort ab dem 2. Mai 1919 als Zugführer zur 12. (MG.) Kompanie vom Reichswehr-Schützen-Regiment 42 in Kempten, wo er in der MG-Kaserne wohnte. Er hatte noch einen privaten Wohnsitz bei seiner Mutter in der 2. Etage der Giselastraße 11 in München. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er noch zum Reichswehr-Schützen-Regiment 42 der Reichswehr-Brigade 21. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Kompanieoffizier in das 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment übernommen. Sein Rangdienstalter wurde auf den 1. Mai 1918 festgelegt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 gehörte er viele Jahre zur 12. (MG.) Kompanie vom 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Kempten. Vom 18. September 1924 bis zum 15. Oktober 1924 wurde er zu einem MG-Kurs auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr kommandiert. Im Sommer 1925 wurde Bader bei dieser zum Oberleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Mai 1925 festgelegt. Vom 1. Oktober 1926 bis zum 20. Februar 1927 wurde er zu einem Kurs auf die Infanterieschule nach Dresden kommandiert. Am 1. Oktober 1929 wurde er als Adjutant des III. (Jäger-) Bataillons vom 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment nach Kempten versetzt. Am 1. Oktober 1931 begann er seine Führergehilfenausbildung beim Stab der 5. Division der Reichswehr in Stuttgart. Am 1. Juli 1933 wurde er dort zum Hauptmann befördert. Ab dem 1. Mai 1934 wurde er dann im Reichswehrministerium (RWM) in Berlin eingesetzt. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er nach der Umbenennung seiner Einrichtung im Mai 1935 im Reichskriegsministerium (RKM), eingesetzt. Ab dem Sommer 1935 wurde er dann in der 2. Abteilung vom OKH eingesetzt. Dort wurde er am 1. Januar 1937 (8) zum Major i.G. befördert. Ab dem 12. Oktober 1937 wurde er als Kompaniechef der 8. (MG) Kompanie beim Infanterie-Regiment 19 in München verwendet. Im Sommer 1938 wurde er dann beim Stab vom Heeres-Gruppenkommando 2 in Frankfurt beim Referat Westwall eingesetzt. Sein Nachfolger als Chef der 8. (MG) Kompanie wurde Hauptmann Dr. Freiherr von Kapp-herr. Am 10. November 1938 wurde er dann als Offizier z.b.V. zum Oberkommando des Heeres (OKH) versetzt. Am 1. März 1939 wurde er zum 1. Generalstabsoffizier (Ia) der 3. Gebirgs-Division ernannt. Als solcher wurde er am 1. Juni 1939 zum Oberstleutnant i.G. befördert. Bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 nahm er dann mit seiner Division am Polenfeldzug teil. Als Ia der 3. Gebirgs-Division nahm er dann im Frühjahr 1940 am Kampf um Norwegen teil. Im Herbst 1940 wurde er Oberquartiermeister bei der 18. Armee in Nordfrankreich. Am 15. Januar 1941 wurde er dann als Oberquartiermeister zur 15. Armee versetzt. Anfang November 1941 wurde er zur 12. Armee nach Saloniki versetzt und dort ebenfalls als Oberquartiermeister eingesetzt. Am 1. Februar 1942 wurde er zum Oberst i.G. befördert. Von Mitte September 1942 bis zum 1. August 1943 wurde er dann bei der 6. Armee vor und nach der Katastrophe von Stalingrad als Quartiermeister eingesetzt. Am 19. Februar 1943 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Silber verliehen. Am 1. August 1943 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom Generalkommando XXV. Armeekorps ernannt. Damit wurde er im Sommer 1944 zum Generalstabschef in der Atlantikfestung Lorient ernannt. Ende Dezember 1944 wurde er abgelöst und erneut in die Führerreserve OKH versetzt. Ende Januar 1945 wurde er zum 18. Divisionsführerlehrgang nach Bad Kissingen kommandiert. Danach übernahm er Ende Februar 1945 die Führung über die 4. Gebirgs-Division. Das Deutsche Kreuz in Gold wurde ihm am 18. März 1945 verliehen. Damit war er einer von nicht einmal einem Dutzend Soldaten, denen beide Deutschen Kreuze verliehen wurden. Anfang April 1945 gab er seine Führung ab und wurde mit der Führung der 304. Infanterie-Division beauftragt. Mitte April 1945 übernahm er dann die Führung der 97. Jäger-Division. Am 20. April 1945 wurde er noch zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er dann zum Kommandeur der 97. Jäger-Division ernannt. Generalmajor Bader galt bereits als vermisst, als die Reste seiner Division sich zu den amerikanischen Linien durchschlagen wollten. Er ist im Bereich Friedrichsbrunn im Kreis Iglau verschollen. Er wurde dann nach dem Krieg für tot erklärt. Seine Leiche wurde bei Bauarbeiten im Jahr 2002 entdeckt.