Feichtmeier, Josef
| * 9. August 1883, Wien + 1945 (vermisst) |
Josef Feichtmeier trat am 18. August 1901 als Kadett-Offiziers-Stellvertreter
in das k.u.k. Ungarisches Infanterie-Regiment "Freiherr von Steininger" Nr. 86
ein, in dem er am 1. November 1902 zum Leutnant befördert wurde. Zwischen 1905
und 1907 war er zur Kriegsschule kommandiert. Am 1. November 1907 wurde er zum
Oberleutnant befördert und in das k.u.k. Kärtnerisches Infanterie-Regiment "Karl
I. König von Rumänien" Nr. 6 versetzt. Am 1. November 1908 wurde er dem
Generalstab zugeteilt und am 1. Mai 1912 zusammen mit der Beförderung zum
Hauptmann in das Generalstabskorps versetzt. Am 25. März 1913 folgte die
Verwendung als Generalstabsoffizier der 47. Infanterie-Truppendivision, mit der
er 1914 an die Front zog. Am 1. Mai 1912 zum Hauptmann befördert, wurde Josef
Feichtmeier am 7. Oktober 1917 in das k.u.k. Ungarisches Infanterie-Regiment
"Freiherr von Salis-Soglio" Nr. 76 versetzt. Nach dem Ende des Ersten
Weltkrieges wurde er dann im Januar 1919 in die provisorische
deutsch-österreichischen Wehrmacht und bei der Volkswehr übernommen. Am 1.
Januar 1920 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am 14. August 1920 in das
österreichische Bundesheer übernommen und am 1. Mai 1921 zum Alpenjäger-Regiment
12 versetzt. Am 1. September 1922 wurde er unter Belassung in seiner
Dienststellung beim Alpenjäger-Regiment 12 zum Brigade-Kommando 6 transferiert.
Am 1. Februar 1923 folgte die Versetzung in das Brigade-Kommando 6 und am 4.
Juni 1923 in das Brigade-Kommando 1. Am 23. Juni 1923 wurde er zum Oberst
befördert. Ab dem 29. Januar 1924 war er dem Heeres-Inspektor dienstzugeteilt
und zur Heeresschule versetzt. Am 1. Februar 1925 folgte die Versetzung zur
Militär-Fachprüfungs-Kommission, deren Leitung er am 1. März 1931 übernahm. Am
24. Juni 1929 war er zum Generalmajor befördert wurden und am 31. Juli 1931
wurde er in den Ruhestand versetzt.
Am 1. April 1939 wurde er z.V. des deutschen Heeres gestellt und am ersten
Mobilmachungstag zum Zweiten Weltkrieg, dem 26. August 1939, Kommandeur des
Landesschützen-Regiments 1/XVII. Am 10. März 1940 übernahm er das Kommando über
das neu aufgestellte Infanterie-Regiment 664. Das Regiment war zur
Kriegsgefangenen-Bewachung eingesetzt und wurde im August 1940 wieder aufgelöst.
Am 27. August 1940 wurde Generalmajor z.V. Feichtmeier Führer des
Abschnitts-Stabes Süd und am 24. Juni 1941 Chef des
Kriegsgefangenen-Verfügungsstabes Wien. Im gleichen Jahr wurde er Kommandeur der
Kriegsgefangenen beim Wehrmachtsbefehlshaber Ukraine, bis er am 23. November
1942 in die Führerreserve des Wehrkreis-Kommandos XVIII versetzt wurde. Am 31.
März 1943 wurde seine Mobilmachungs-Bestimmung und am 31. August 1943 seine
z.V.-Stellung aufgehoben. 1945 wurde er von den Russen verschleppt und gilt
seither als verschollen.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG
109
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalleutnant/FEICHTMEIER_JOSEF.html
Hubert Zeinar: Geschichte des österreichischen Generalstabes, Böhlau-Verlag,
Wien