Otto, Martin
| * 18. Juni 1874, Köttichau / Weißenfels † 7. Juni 1959, Tabarz / Thüringen |
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Martin Otto trat nach seiner Kadettenausbildung am 22. März 1894 mit dem Charakter als Fähnrich in das Königlich Preußische Heer ein. Der Sohn eines Hofbesitzers kam dabei zum 3. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 71. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 18. August 1895 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 9. Februar 1894 datiert. 1898 wurde er zum Adjutant des III. Bataillons vom 3. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 71 ernannt. Am 18. April 1903 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1903 wurde er dann als Adjutant zum Bezirkskommando Erfurt versetzt. Am 1. Oktober 1904 kam er dann als Regimentsadjutant wieder zum 3. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 71. Als solcher wurde er am 21. April 1908 zum Hauptmann befördert. Danach wurde er zeitnah zum Adjutant der 8. Infanterie-Brigade ernannt. Am 27. Januar 1912 wechselte er dann als Kompaniechef zum Ostpreußisches Füsilier-Regiment "Graf Roon" Nr. 33. Kurz vor dem 1. Weltkrieg gehörte er als Hauptmann zum Ostpreußisches Füsilier-Regiment "Graf Roon" Nr. 33. Mit diesem kam er dann auch bei Beginn des Krieges an die Front. Dort wurde er dann ab Oktober 1914 als Bataillonskommandeur in seinem Regiment eingesetzt. Am 28. Dezember 1914 wurde er als solcher zum Major befördert. Im November 1916 wurde er dann zum Kommandeur der Armeeschule A ernannt. Im September 1917 wurde er dann zum Kommandeur des Reserve-Jäger-Bataillons 4 ernannt. Anfang Dezember 1917 kam er dann als Kommandeur zum Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2. Am 15. August 1918 wurde ihm als Major beim Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 der 2. Garde-Infanteriedivision der Pour le merite verliehen. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern und beiden Eisernen Kreuzen auch noch jede Menge andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er am 10. September 1919 vor der Übernahme in das Reichsheer aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Oberstleutnant verliehen.
Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann mit dem Charakter als Oberstleutnant wieder aktiviert. Am 27. August 1939 wurden ihm die Charakter als Oberst verliehen. Er wurde dabei zum Kommandeur vom Infanterie-Ersatz-Bataillon 53 ernannt. Am 1. Februar 1941 wurde er zum Oberstleutnant befördert. 1941 gab er dieses Kommando ab und wurde dafür zum Kommandeur vom Infanterie-Ersatz-Regiment 32 ernannt. Am 1. Dezember 1941 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Zum 1. April 1942 wurde er zum Oberst z.V. befördert. 1942 wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Ersatz-Regiment 52 ernannt. Am 30. September 1942 gab er dieses Kommando wieder ab und wurde daraufhin in die Führerreserve versetzt. Am 1. Oktober 1942 wurde er zum Generalmajor z.V. befördert. Er erhielt kein neues Kommando mehr. Am 30. November 1942 wurde seine Mobilmachungsverwendung endgültig aufgehoben.