Poetter, Hans

 

* 24. Juni 1884, Minden

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Hans Poetter war ein Sohn vom Generalsuperintendenten Heinrich Wilhelm Poetter und seiner Ehefrau Charlotte, geborene von Bock und Polach. Er trat im Frühjahr 1903 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 6. Westfälisches Infanterie-Regiment "Graf Bülow von Dennewitz" Nr. 55. Bei diesem wurde er am 14. Noivember 1903 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 18. August 1904 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 19. August 1903 (Z5z) datiert. Danach wurde er die ersten Jahre als Kompanieoffizier in der 9. Kompanie seines Regiments in Detmold eingesetzt. Im Herbst 1907 wurde er in gleicher Funktion in die 5. Kompanie seines Regiments nach Bielefeld versetzt. Für den Kursus vom 1. März 1908 bis Ende Juli 1908 wurde er zur Ausbildung zur Militär-Turnanstalt kommandiert. 1908/09 wurde er als Nachfolger von Leutnant Heymons zum Adjutant des II. Bataillons vom 6. Westfälisches Infanterie-Regiment "Graf Bülow von Dennewitz" Nr. 55 in Bielefeld ernannt. Diese Funktion füllte er mehrere Jahre aus. Am 18. August 1912 (Q12q) wurde er zum Oberleutnant befördert. Etwa zu dieser Zeit wurde er von Leutnant Schroeter als Bataillonsadjutant abgelöst. Dafür wurde er jetzt wieder als Kompanieoffizier in der 10. Kompanie seines Regiments in Detmold eingesetzt. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges kam er Anfang August 1914 als Regimentsadjutant vom aktiven 6. Westfälisches Infanterie-Regiment "Graf Bülow von Dennewitz" Nr. 55 an die Front. Am 28. November 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Im Herbst 1916 führte er das III. Bataillon seines Regiments. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Rittrkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern (August 1917) und beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er als Hauptmann in das vorläufige Reichsheer übernommen.

Bei der Bildung des 200.000 Mann-Heeres der Reichswehr gehörte er Mitte Mai 1920 zum

Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er in das übernommen.

Am 1. Juli 1922 wurde ihm ein neues Rangdienstalter als Hauptmann vom 28. November 1914 (43) zugewiesen.

1923 war er Chef der 14. Kompanie des Ausbildungs-Bataillons vom 18. Infanterie-Regiment.

1924 gehörte er zum Stab der 6. Division der Reichswehr in Münster. Sein Nachfolger als Kompaniechef der 14. Kompanie wurde Hauptmann Isermann.

Im Frühjahr 1926 gehörte er zum Regimentsstab vom 15. (Preußisches) Reiter-Regiment in Paderborn. Am 1. Mai 1926 wurde er zum Major befördert. 1927 gehörte er wieder zum Stab der 6. Division der Reichswehr in Münster. Spätestens Anfang 1929 wurde er als Nachfolger von Oberstleutnant Noack zum Kommandeur des II. Bataillons vom 14. (Badisches) Infanterie-Regiment in Tübingen ernannt. 1931 wurde er als Nachfolger von Oberst Gustav Keim zum Kommandant der Festung Ulm an der Donau ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1931 zum Oberstleutnant befördert. Sein Nachfolger als Bataillonskommandeur wurde Major Eugen Bilharz. Seine Mutter starb am 3. März 1932 im Alter von 86 Jahren in ihrer Wohnung in der Alleestraße 7 in Stettin. Am 31. Januar 1933 gab er sein Kommando als Kommandant der Kommandantur von Ulm an Oberstleutnant Karl Kitzinger ab. An diesem Tag wurde er aus dem Dienst im 100.000 Mann-Heer verabschiedet. Später wurde er als Oberst (E) Kommandeur vom Wehrbezirkskommando Frankfurt am Main II (WBK Frankfurt am Main II) eingesetzt.

Er selbst hatte insgesamt noch 14 Geschwister:
Sein ältester Bruder war der am 23. Januar 1867 in Heeren bei Hamm geborene Hermann Poetter. Dieser heiratete am 2. Mai 1905 Sophie Wilhelmine Gertrud Wolff. Er starb am 23. November 1938 als Oberregierungsrat a.d. im Kreiskrankenhaus von Rinteln.
Sein zweitältester Bruder war der am 25. September 1868 in Heeren bei Hamm geborene Otto Poetter.
Sein drittältester Bruder war der am 6. Oktober 1871 in Wesel geborene Adolf Poetter.
Seine älteste Schwester war die am 19. Mai 1873 in Wesel geborene Martha Poetter.
Die nächstälteste Schwester war die am 7. Januar 1875 in Minden geborene Elisabeth Poetter.
Am 14. August 1876 wurde sein Bruder Ernst Poetter in Minden geboren. Dieser versuchte sich anfangs ebenfalls als Offizier bei der Feldartillerie. Beim 1. Pommersches Feldartillerie-Regiment Nr. 2 wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule im Jahr 1897 zum Sekondeleutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 18. August 1896 festgelegt. Anfangs wurde er als Batterieoffizier bei der 3. Batterie seines Regiments in Stettin eingesetzt. Im Frühjahr 1898 gehörte er in gleicher Funktion zur 5. Batterie seines Regiments. 1900 wurde er zur 6. Batterie vom 1. Ostpreußisches Feldartillerie-Regiment "Prinz August von Preußen" Nr. 1 nach Gumbinnen versetzt. Dort wurde er bald darauf als Nachfolger von Leutnant Krautwald zum Adjutant der II. Abteilung seines Regiments ernannt. Diese Funktion übte er einige Jahre aus. Am 19. Januar 1904 nahm er seinen Abschied vom inzwischen zum 1. Litthauisches Feldartillerie-Regiment "Prinz August von Preußen" Nr. 1 umbenannten Regimenten  unter Bewilligung der gesetzlichen Pension. Später war er Vorsteher des Diakonissen- und Krankenhauses Bethanien in Stettin.
Am 27. April 1878 wurde sein Bruder Fritz Poetter in Minden geboren.
Am 28. Dezember 1879 wurde sein Bruder Carl Poetter ebenfalls in Minden geboren. Dieser starb am 27. Juni 1959 in Einbeck.
Am 11. Juli 1881 wurde seine Schwester Augusta Poetter in Minden geboren.
Am 13. September 1882 wurde sein Bruder Wilhelm Hans Viktor Hermann Anton Lorenz Poetter ebenfalls in Minden geboren.